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Tanzmed en déhors

Artikel „Tanzmedizin 2005“
Dr.Gobert Skrbensky
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie,
Facharzt für Unfallchirurgie,
Facharzt für Sportorthopädie

"bei orthopädischen oder unfallchirurgieschen
Fragen rufen Sie bitte 0664 50 007 50
oder senden Sie ein SMS"

 

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Die primäre Aufgabe der Tanzmedizin ist neben der Diagnostik und der Therapie von Überlastungen und pathologischen Veränderungen vor allem die Prävention und die Beratung (). Eigentlich gibt es nicht den „idealen Körper“ zum Tanzen, viel wichtiger ist es, die richtige Tanzform für den eigenen Körper zu finden, denn Voraussetzung ist in erster Linie die Freude an der Bewegung - am Tanz!().
Das ärztliche Gespräch ist prinzipiell vertraulich und sollte nur bei entsprechendem Einverständnis mit den Pädagogen diskutiert werden. Wenn Sie orthopädische oder unfallchirurgische Fragen haben, können Sie sich jederzeit telefonisch oder noch besser per SMS an Dr. Skrbensky, Tel. 0664/5000750, wenden.
Lediglich beim Aufnahmegespräch und bei der Aufnahmeuntersuchung wird das Einverständnis, den Befund mit der Aufnahmekommission zu besprechen vorausgesetzt.

Bei der Aufnahme zum klassischen Ballett ist die Untersuchung der Hüfte und der Wirbelsäule sowie der Beinachsen essenziell (): Da wir aus Untersuchungen wissen, dass die Außendrehfähigkeit des Beines, wie sie im klassischen Ballett erforderlich ist, trotz intensivem Training im wesentlichen keine Veränderung der Knochen und Knochenwinkel ermöglicht, sondern lediglich eine Dehnung der vorderen Hüftgelenkskapsel, ist es nicht sinnvoll, eine Karriere im klassischen Tanz bei mangelnder anatomischer Voraussetzung anzustreben, da es sonst zu absehbaren Schädigungen des Kniegelenkes () und des Fußes kommt (), die die fehlende Drehfähigkeit ausgleichen müssen, jedoch biomechanisch nicht dafür vorgesehen sind.
Auch bei guten Voraussetzungen im Hüftbereich und bei normal ausgebildeter Wirbelsäule fließen die Erkenntnisse der Sportmedizin in das Balletttraining ein: Nur ein gutes Grundlagen-Ausdauertraining mit entsprechendem Muskelkorsett kann das Becken als Zentrum der Bewegung ausreichend stabilisieren (), um dem Bewegungsimpuls den erforderlichen Gegenhalt zu geben. Das Becken hat sich im Laufe unserer Evolution aufgerichtet, was dazu geführt hat, dass die Überdachung geringer geworden ist und die Drehfähigkeit im gestreckten Zustand reduziert wird: es ist zwar möglich, durch eine verstärkte Kippung (Lordose in der unteren Wirbelsäule – Hohlkreuz) die Außendrehfähigkeit zu verstärken (), allerdings kommt es hier zu einer Überlastung des Wirbelsäulen-Kreuzbein-Übergangs.

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