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Tanzmedizin und die Ballettschule

Tanzen sieht doch sooo leicht aus, außerdem ist es kein Leistungssport, in dem es um Sekunden geht - wozu brauchen wir dann also die Tanzmedizin?
Aber ist es nicht sogar mehr als Leistungssport, wenn man mit ca. 8 Jahren zu trainieren beginnt und mit 40 Jahren immer noch aktiv ist? Und wenn man ästhetisch schlank sein muss und trotzdem die Kraft haben muss, einen dreistündigen Ballettabend durchzuhalten? In der Jugend schafft man vieles, nur die Folgen kommen später, aber dafür unerbittlich. Und genau dafür brauchen wir die Tanzmedizin.
Ballett als solches ist grundsätzlich nicht ungesund und richtig gelehrt, fügt es dem Körper keinen Schaden zu. Aber nicht nur gutes Training ist eine Voraussetzung für spätere Gesundheit. Immerhin findet die gesamte Ausbildung während der Entwicklung (auch in der Pubertät) der Kinder statt, und das ist eine für die Zukunft maßgebende Phase. Aufklären, vorbeugen und mit Respekt dem eigenen Körper begegnen ist also ebenso eine Grundvoraussetzung späterer Gesundheit.
Ich habe meine ganze Karriere keine einzige, größere Verletzung oder gar Operation gehabt. Und ich denke, das war nicht bloßer Zufall. Und damit es meinen „Schützlingen“ in der Ballettschule ebenso gut ergeht, unterstütze ich die Bemühungen von Tanzmedizin. Nämlich gesunde, glückliche Tänzer und Tänzerinnen von morgen heranzubilden.

 

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